Haute Cuisine / High End Gastronomy: Aend

23. November 2018

Nach Beendigung seiner Ausbildung bei Silvio Nickol und im Loft machte sich Fabian Günzel Anfang des Jahres selbstständig. Aend – umgangssprachlich für „und“ - der Name ist hier Konzept und bringt zusammen, was zusammen gehört: Gast & Gastegeber, Genuss & Qualität, Erfahrung & Neugierde!

Schwarze Wände, blanke Birnen, gute Musik und ausgezeichnete, ernsthafte Küche: das Aend begeistert die Wiener Feinschmecker! Schwarze Wände, blanke Birnen, gute Musik und ausgezeichnete, ernsthafte Küche: Das Aend begeistert die Wiener Feinschmecker! © viennissimalifestyle.com

Fabian Günzel in seinem Reich: Dank der offenen Küche können die Gäste dem Spitzenkoch jederzeit über die Schulter schauen. © Claudia Busser/kekinwien.at

91 Punkte und drei Schwarze Panther - das ist die ansehnliche Bilanz von Fabian Günzels Aend. © Aend

Schwarze Wände, spiegelglatter Boden und eine offene Küche mit stylischer Anrichte. Kurzum clean, aufgeräumt, etwas kühl und interessant. Während beim Eintreten der Mininmalismus regiert, wird das Wesentliche in den Mittelpunkt gestellt: Bestes Essen, ausgewählte Weine, perfekter Service. Eben höchste Qualität, ohne Kompromisse.

Regionale Küche ist für Fabian Günzel keine Voraussetzung, die Qualität muss stimmen, und wenn das Objekt der Begierde aus der Bretagne kommt, dann soll es eben so sein. 33 Sitzplätze umfasst das Lokal, und der erste Blick geht in die Küche, sie ist der Mittelpunkt des Restaurants. Hier dreht es sich um das Wesentliche, ohne Ablenkung und Schnörkel.

Ich entschied mich für das große Menü und startete mit einem Gruß der Küche – und einer Begrüßung aus der Küche. Zuvorkommend.
Jeder einzelne Gang war ein aufeinander abgestimmtes und vollends harmonisches Geschmackserlebnis. Eine absolute Besonderheit in dieser noblen Gaststätte: Hier kann man nach dem ersten Bissen direkt mit dem Koch kommunizieren und ihm als sofortiges Feedback ein wohlwollendes Ja zuwerfen.

Die Weinpräsentation war außerordentlich interessant und professionell, well done. Ein bekanntes Gesicht konnte als Sommelier verpflichtet werden: Simon Schubert. Die Weinkarte ist nicht automatisch österreichlastig, das gefällt mir – der internationale Schwerpunkt ist gegeben. Hier verfolgt man dieselbe Philosophie wie bei den Speisen: Qualität und Auswahl first, Regionalität ist nicht das erste und wichtigste Kriterium. Ich komme wieder.

Bewertung
Heidi Khadjawi-Nouri

Ambiente 9 von 10
Essen 47 von 50
Service 14 von 15
Weinkarte 12 von 15
Table Ware 5 von 5
Preis-Leistung 4 von 5

Aend
Mollardgasse 76
1060 Wien
+43 1 595 34 16
aend.at

Share