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Top 10 Reisetrends 2019

Es ist zwar noch jung, aber eines kann man über das neue Jahr bereits jetzt schon sagen: 2019 wird ein grandioses Reisejahr! Damit Sie in allen Urlaubs-Belangen up to date sind, haben wir Ihnen eine Top 10 der Reisetrends für 2019 zusammengestellt. So können Sie ganz leicht herausfinden, welche Trends sich aktuell auf dem internationalen Parkett abspielen und sind gerüstet für ein unvergessliches Reiseerlebnis – egal, wie und wo es auch hingehen mag!

Biometrische Flughäfen

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Fingerabdruck- und Gesichtserkennung – es wird nicht mehr lange dauern, bis diese Art von Technologie eingesetzt wird, um Warteschlangen beim Einchecken oder Einsteigen zu umgehen und die mühsame manuelle Überprüfungen von Bordkarten und Pässen zu ersetzen. Seit ca. einem Jahr testet British Airways bereits biometrische Gates an amerikanischen Flughäfen wie Orlando, New York und Miami. 2019 wird es in London Heathrow zum weltweit größten Einsatz von biometrischen Technologien, darunter Bag Drop und Self-Boarding Gates, kommen – zu einem stolzen Preis von 50 Millionen Pfund! Die grundlegende Idee hinter der Biometrik ist, dass die Fluggäste jeden Kontrollpunkt von der Ankunft bis zum Flugzeug durchlaufen können, ohne Dokumente vorzulegen – hierdurch kann die Wegzeit um ein Drittel reduziert werden. Laut dem belgischen Flug-Netzwerk SITA planen 77 Prozent der Flughäfen und 71 Prozent der Fluggesellschaften in den nächsten fünf Jahren wichtige Programme oder Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich der biometrischen Identitäts-Verwaltung. Am Dubai International Flughafen hat Emirates so bereits einen neuen „biometrischen Pfad“ etabliert, während Delta Air Lines den Fingerabdruck-Scan in der inländischen Delta Sky Club Lounge eingeführt hat.

Buchungen mit Kryptowährungen

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Unabhängig davon, ob man an einem ausländischen Geldautomaten Geld abheben oder bereits vorher Geld umtauschen, Reisende büßen immer einen Teil ihres Geldes für Wechselkurse und Provisionen ein. So verlieren laut UK Finance etwa britische Bürger allein täglich mehr als 1 Million Pfund an sogenannte „dynamische Preisen“, wenn etwa die Kreditkarte in Pfund Sterling und nicht in der lokalen Währung belastet wird. Obwohl ein durchschnittlicher Urlauber wahrscheinlich noch nicht über eine virtuelle Geldbörse mit Bitcoins verfügt, versprechen Kryptowährungen ein äußerst sicheres, universelles Zahlungssystem – und dass ohne damit verbundene Zusatz-Gebühren. Ab 2019 wird die Verwendung von Kryptowährungen wie Ethereum, LiteCoin und Bitcoin zur Buchung von Reisen vermehrt an Bedeutung gewinnen: Während heute bereits 450.000 Hotels auf der ganzen Welt – einschließlich solcher Ikonen wie dem Marina Bay Sands in Singapur oder dem Ritz-Carlton in Tokio – Ethereum-Zahlungen über eine App namens Tripio. Und auch eine Handvoll anderer Unternehmen wie Cheapair, Peach Air, Surf Air und Air Baltic verfügen aktuell über die Fähigkeit, solche Transaktionen abzuwickeln.

Keine Überreste

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Während es bereits einige Hotels und Restaurants weltweit gibt, die auf ein abfallarmes Arbeiten achten, gibt es starke Anzeichen dafür, dass der „Keine Überreste“-Ansatz mit 2019 auch in den Mainstream übergehen wird. Für alle, die beim Anblick eines üppigen Hotelbüfetts nicht nur überrascht, sondern auch verwundert darüber sind, wie viel davon letztendlich in die Mülltonne wandern muss, gibt es gute Neuigkeiten: Während Marriott International etwa bis 2025 die Verschwendung von Lebensmitteln um 50 Prozent reduzieren will, hat das Luxushotel Langham London als erstes haus in Europa ein „schnelles Kompostierungssystem“ eingeführt mit dem alle 24 Stunden 1.200 Kilo Reste in Wasser umgewandelt werden können. Das Armani Hotel in Dubai versucht, Küchenabfälle um 80 Prozent zu reduzieren und die erzeugten Abfälle in Bodennährstoffe umzuwandeln. In diesem Jahr startet auch das neue Hotel Salt of Palmar auf Mauritius seine hydroponische Obst- und Gemüsefarm, die dazu beiträgt, dass sich das Haus selbst mit frischen Produkten versorgen kann. Man kann nur hoffen, dass sich derartige Initiativen bald zum Standard im Tourismus entwickeln.

Turnschuhe mit niedrigem CO2-Abdruck

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Ein gutes Paar Turnschuhe war schon immer ein essentielles Accessoire in jedem Reisekoffer, aber ihre CO2-Bilanz ist erheblich: Berichten zufolge, kann nur ein Paar Laufschuhe bei der Herstellung der benötigten Kunststoffe, des synthetischen Gummis und Nylons bis zu 13 kg Kohlendioxid erzeugen. Dies ist zwar nicht mit den schädlichen Emissionen eines Flugzeugs oder Kreuzfahrtschiffes vergleichbar und trotzdem können Reisende durch die Wahl der richtigen Schuhe auch ihren persönlichen Einfluss auf die CO2-Bilanz deutlich verringern. Es gibt viele Marken zur Auswahl, die vom portugiesischen Start-up-Unternehmen Wado, das für jedes gekaufte Paar zwei Bäume pflanzt, bis hin zum modischen Label Veja reichen, das organische Materialien aus fairem Handel bezieht. Die Allbirds aus San Francisco werden aus neuseeländischer Merinowolle hergestellt, während The People’s Movement seine Öko-Trainer aus Upcycling-Kunststoffen herstellt, die sonst die Meere verschmutzen würden. Ebenfalls lohnt sich ein Blick auf die Modelle und Kollektionen von Adidas x Parley, Ecoalf, Baabuk und Vivobarefoot.

CBD-Behandlungen im Spa

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Cannabidiol (CBD), ein aus Marihuana-Pflanzen gewonnener, nicht psychoaktiver Wirkstoff, erfreut sich aufgrund seiner wahrgenommenen Heil- und Heilkräfte großer Beliebtheit. Das Grün wird in immer mehr Ländern legalisiert – im Herbst 2018 hat Kanada die Verwendung von Cannabis zu Erholungszwecken legalisiert, während etwa ein Dutzend amerikanische Staaten das Gleiche getan haben. Doch nicht nur Raucher feiern diese neue Entwicklung: In etwa 20 amerikanischen Bundesstaaten ist die Verwendung von Marihuana für medizinische Zwecke erlaubt, ebenso wie in Großbritannien (seit November 2018). Und an Orten, an denen die Gesetze milde sind, wird das CBD sogar in die therapeutische Behandlungen im Spa miteinbezogen: Erst vor wenigen Monaten begann das Ritz-Carlton Spa in Los Angeles mit Tinkturen und Ölen auf Hanfbasis, um Muskelkater und Verspannungen sowie Angst und Stress abzubauen. Auch im Spa von St. Julien Colorado hat es Einzug gehalten – hier lockt die ca. 260 Euro teure „Ultimate Colorado Bliss CBD Experience“, die eine mit CBD infundierte Körperbutter, eine Ganzkörpermassage mit CBD-Öl und CBD-Tee umfasst.

Co-Living

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Wenn Sie nicht gerade als Student Ihren ersten Rucksacktrip machen, kann das Allein-Reisen oft einsam sein, denn Hotels sind nicht die einfachsten Orte, um Freunde zu finden. Eine klassische Herberge kann dann vielleicht etwas zu rustikal sein und Airbnb-Unterkünfte können ebenso isolieren, da sich die Gäste dann oft in Wohngegenden und nicht mehr im Stadtzentrum befinden. Die Lösung all dieser Probleme? Co-Living! Im Wesentlichen kann hierunter eine moderne Kommune für junge Berufstätige verstanden werden, die sowohl bei Einheimischen als auch bei Gästen von außerhalb immer mehr Anklang findet. WeLive, das Schwesterunternehmen von WeWork und eine der Co-Living-Speerspitzen bietet Apartmentkomplexe mit trendigen Gemeinschaftsräumen, Veranstaltungsprogrammen, Yoga-Kursen und sogar Whirlpools in New York und Crystal City an. Roam ist in Bali, Miami, Tokio und San Francisco vor Ort und wird bald in New York und London neue Projekte eröffnen. Entworfen von Millennials für Millennials, wird Lyf by Ascott drei Immobilien in Singapur, eine in Cebu City und bis 2021 eine in Shenzhen haben. In London gibt es The Collective, das nun auch auch über den großen Teich nach Brooklyn expandiert. Die von Meyer Davis entworfenen Studio-Apartments The Assemblage St John Street Hotel im New Yorker Finanzviertel begeistern mit kostenlosen Wäschemöglichkeiten, einem Reinigungsservice und einem Ayurveda-Café.

Furchtlose Reisen 

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Obwohl der Wunsch nach einem romantischen Kurzurlaub an einem warmen Ort voller Luxus und Komfort niemals nachlassen wird, steigt unter Paaren die Nachfrage nach anspruchsvolleren Abenteuern, die sie näher zusammenbringen. Sich der eigenen Furcht zu stelllen, Unbehagen zu empfinden und ambitionierte körperliche Aktivitäten auszuüben, kann zu Respekt und einer neuen Ebene der Intimität zwischen den einzelnen Partnern führen. Was steht nun also für 2019 auf der Speisekarte? Das spezialisierte Reisebüro AITO lockt mit neuen Touren wie dem „Karakorum Highway“ von Oasis Overland im Norden Pakistans, „Norway’s Arctic Wilderness“ von Scandinavia Only, einer 15-tägigen Reise mit Wild Frontiers Travel durch den Iran und einer Fahrt von Xian nach Kathmandu mit eigenem Dragoman und Wild-Camping im dem tibetischen Hochland. Veranstalter Black Tomato ist dabei, 2019 Erlebnisse in Dschibuti, dem Kongo und in weniger bereisten Teilen des Nahen Ostens anzubieten – ideal für abenteuerlustige Duos, die ihr Fernweh befriedigen wollen. Eine weitere großartige Ressource für private Abenteuer sind die erfahrenen Reiseexperten von Pelorus mit denen man Stammesgemeinschaften in den Regenwäldern von Papua-Neuguinea oder Pumas in Patagonien hautnah erleben kann.

Exklusive Miete

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Gruppenreisende haben sich schon seit einiger Zeit zusammengetan, um Ferienvillen und Chalets zu mieten, aber 2019 wird mit Beyond by Airbnb eine neue Luxusalternative auf den Markt kommen, die High-End-Häuser und individuelle Erlebnisse anbietet! Eine weitere Exklusivitätsebene kommt von Stay One Degree, das sich selbst als „erstes soziales Netzwerk für Luxus-Ferienwohnungen“ bezeichnet. Hier können ausschliesslich überprüfte Mitglieder in den Häusern des jeweils anderen wohnen, sei es in einem Schloss mit sieben Schlafzimmern in Kent oder in einer Strandunterkunft mit sechs Schlafzimmern in Costa Rica. Das Netzwerk zählt derzeit mehr als 1.000 Immobilien in mehr als 50 Ländern und zählt mehr als 10.000 Mitglieder. Für all jene, die ihre nächste Gruppenflucht über einen Micro-crowdfund finanzieren möchten, umfasst das neue, handverlesene Tribute-Portfolio von Marriott International exklusive Häuser in London, Lissabon, Paris und Rom. Im Jahr 2018 debütiert, stellen die Masterpiece Estates der Oetker Collection die hohen Standards sicher, die mit globalen Hotelmarken verbunden sind. Hier lockt die Möglichkeit, in „außergewöhnliche Privathäuser“  ein​​zuziehen, darunter ein viktorianisches Jagdschloss in den schottischen Highlands und das wunderschön restaurierte Farleigh House in England.

Nomadische Sabbaticals

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Während die meisten Familien mit dem Vermeiden verspäteter Abholgebühren im Kindergarten und mit der Planung des klassischen griechischen Inselurlaubs während der Ferien kämpfen, löst sich eine wachsende Minderheit von diesen gängigen Konventionen, um auf der ganzen Welt über längere Zeiträume Abenteuer zu erleben, zu lernen und gemeinsam zu leben – modernes Nomadentum at its best! Instagram ist hier ein ideales Fenster in die verlockenden Möglichkeiten dieser „nomadischen Sabbaticals“: @thebucketlisfamily, @byjetpack, @travelling_family, @courtneyadamo, @nappy_nomad_ und @ohdeardrea sind hier wunderbare Anlaufstellen. In Anbetracht der Tatsache, dass bis 2020 schätzungsweise die Hälfte der Arbeitnehmer freiberuflich tätig sein wird und 2017 rund 40 Prozent mehr Kinder zu Hause unterrichtet wurden als 2014 (insgesamt 48.000), überrascht es nicht, dass Eltern diese Freiheit bewusst annehmen.

Haushaltswaren-Hotels

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Eine Reihe von Unternehmen für Haushaltswaren eröffnen ihre eigenen Hotels – es ist ein kluger Schachzug, da die Gäste viele der darin enthaltenen Produkte kaufen können. MADE.com hat den Trend in Gang gesetzt – es hat vor zwei Jahren sein erstes MADE-Hotel in Manhattans NoMad-Viertel auf den Markt gebracht. Im Sommer 2018 folgte das schwimmende Boutique-Hotel The Boathouse in London. Anfang 2018 eröffnete die japanische Marke Muji zwei prächtige, billige Hotels in Shenzhen und Peking, die im Frühjahr 2019 von Ginza in Tokio weitergeführt werden sollen. Zu den angebotenen Waren gehören Eichenstühle, Zahnbürstenständer, Federbetten, Federkissen und klare Shampoo-Flaschen aus Kunststoff. In den USA wird West Elm 2020 zunächst ein Hotel in Indianapolis eröffnen, bevor weitere in Oakland, Detroit, Minneapolis, Savannah und Portland folgen werden. In Kopenhagen und bei den Immeln-See, hat die dänische Marke Vipp einzigartige Ein-Schlafzimmer-Design-Hotels lanciert, in denen man seine Küche vor dem Kauf testen können. Auch das Soho House hat kürzlich einen Außenposten mit 38 Zimmern in Mumbai eröffnet, über die Soho Home-Website wird inzwischen alles verkauft – von Bademänteln bis hin zu Kristallglaswaren.

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