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Im Tross des Königs

Hoch zu Ross von einem Chateau zum nächsten reitend, erkundet man auf der Loire-Schlösser-Tour Geschichte, Kultur und Küche Frankreichs. Stilecht sorgt die Entourage für den Gepäcktransport sowie die Versorgung der Pferde, während sich der Gast als Chevalier, Weinkenner und Gourmet probiert … ein Reisebericht.

Drei Hunde liegen mehr über- als nebeneinander dösend in einer Ecke des weitläufigen Zwingers. Ein Vierter kommt hinzu. Er gähnt ungeniert, während er sich genüsslich streckt. Fasziniert von der Anmut und Schönheit der dreifarbigen französischen Jagdhunde kleben die Besucher an den Gitterstäben des hohen Zauns. Immer wieder traben einzelne Tiere die Gitterstäbe entlang, um schwanzwedelnd Neuankömmlinge zu begrüßen. Es bedarf einer großen Anstrengung das seidig glänzende Fell und die wohl samtweichen langen Ohren nicht zu streicheln. Plötzlich kommt Unruhe auf. Immer mehr Hunde strömen aus allen Richtungen auf den Zwingervorplatz: große Freude macht sich unter Tier und Mensch breit, Kameras und Smartphones sind im Dauereinsatz. Das Ziel der Meute: meine Schwester Sabine und ich. Aufgeregt rotten sich die Hunde vor uns zusammen, recken die Köpfe in die Luft und ziehen wohlwollend schnuppernd unseren Geruch ein … Während wir von so manchem Schloss-Besucher ob unseres gewöhnungsbedürftigen Reit-Outfits argwöhnisch beäugt werden, sind die Hunde vom Odeur desselben angetan: Der Duft von Pferden, Wald und Arbeit weckt ihre Jagdinstinkte. Das freudige Gebell signalisiert uns: Wir sind bereit! Wo sind die Pferde?

Allez-allez … los geht’s!

Nacheinander werden die Pferde aus dem großen Transporter unter neugierigen Blicken ausgeladen. Anne France Launay, Reitführerin und Organisatorin der „Schlösser der Loire“-Tour, hat unserer neunköpfigen Truppe schon tags zuvor bei der Besprechung einige Details zu den Tieren geliefert. So freue ich mich auf die Stute Urubamba, ein französisches Warmblut mit einem Schuss Araber-Blut. Ein Mix, der mir die nächsten Tage noch viel Freude bereiten wird. Nach dem Satteln der Pferde werden die Gurte kontrolliert und die Steigbügellänge geprüft. Trotz leichtem Dauerregen haben sich einige Schaulustige eingefunden, die unter dem Schutz eines Baumes auf unseren Aufbruch warten. Direkt vor uns thront etwas versteckt hinter einer herrschaftlichen Allee das übermächtige Schloss Chambord. Wir kehren diesem nach dem Aufsitzen jedoch den Rücken zu und verschwinden im märchenhaften Wald von Boulogne. Nach einem kurzen Ritt taucht das Chateau mit seinen vielen Türmchen und Giebeln, das einer schwarzweißen Filmkulisse entsprungen scheint, wieder vor uns auf. Bis auf zwei Reiterinnen kommen alle gut mit ihren Pferden aus. Nach dem ersten Ritt beschwert sich nur eine Mitreiterin über ihren hübschen Schimmel. Die Gründe dafür werden sich dem Rest der Gruppe erst später erschließen. Das Reitergrüppchen marschiert schnurstracks ins nur wenige Minuten entfernte Hotel. Das Bad im Outdoor-Jacuzzi ist herrlich. Nach dem Onlinestellen der obligaten Instagram-Story mit Fotos vom Ritt und dem luxuriösen Hotelzimmer, sitze ich tiefenentspannt rund 15 Minuten im Zimmer am Badewannenrand und föhne hingebungsvoll meine Regenjacke trocken. Ich bin angekommen … 

Die ganze Story gibt`s im Magazin zu lesen!

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