Sossusvlei_5_shutterstock
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Tausend Landschaften, ein Land – Namibia

Namibias Vielfalt bezaubert: Karge Landschaften wechseln sich mit kleinen Oasen an Flussläufen ab, Steppen mit archaisch anmutenden Bergen und Canyons. Am eindrucksvollsten die küstennahe Namib-Wüste mit ihren einzigartigen Dünen. Ein Land der endlosen Horizonte, dünn besiedelt und zehnmal so groß wie Österreich. An wenigen Plätzen der Erde hat man so sehr das Gefühl, einen gelungenen Zeitsprung in Landschaften aus der Frühgeschichte der Erde gemacht zu haben.

Namibische Landschaften vergisst man nicht so leicht, vor allem nicht die Steppen, die tiefen Canyons und die Namib-Wüste mit ihren unabsehbar weiten Horizonten. Archaische, wilde Schönheiten, an denen sich das Auge endlos laben kann. Millionen Jahre alte Sanddünen, die mit intensiv leuchtenden Farben von Rostrot über Ocker bis zu Orange changieren und ihre Silhouetten mit dem Stand der Sonne wechseln – und ganz nebenbei bemerkt die höchsten der Erde sind. In Namibia steht man oft einfach nur da und schaut und schaut. Als Mitteleuropäer, der verbaute Landschaften, kleine Himmelsausschnitte und allerorts Verkehr, Lärm und Menschen gewohnt ist, kann man sich gar nicht losreißen davon, wie viel Weite und buchstäblich „Platz“ es hier gibt. Namibia gehört zu den dünnstbesiedelten Ländern der Welt. Zugleich ist es auch eines der wasserärmsten in Afrika, und man kann die hiesigen Ureinwohner, die Völker der Herero, Himba, Nama, der Ovambo, San, Damara und anderer, nur bewundern, wie sie sich hier unter oftmals kärglichen Bedingungen ihre Nischen zum Überleben geschaffen haben. Der Landesname leitet sich übrigens von der Wüste Namib her und bedeutet in der Sprache der Nama „weites Land“. Sie ist eine der trockensten Regionen der Erde, verläuft entlang der wilden Küste, die zweite Wüste des Landes ist die Kalahari im Osten. 

Namibia ist etwa zehnmal so groß wie Österreich: Das bedeutet nicht nur viel Fläche, sondern auch, dass man sich ausreichend Zeit nehmen sollte, sie zu explorieren. Kenner raten zu einem zweiwöchigen Aufenthalt. Es ist auf jeden Fall eine Überlegung wert, die beträchtlichen Distanzen mit dem Flieger statt mit dem Auto zurückzulegen. Ein Flug ins Ongava Game Reserve, ein 30.000 Hektar großes Wildtierreservat, ist zum Beispiel ein empfehlenswerter Reisebeginn. Ongava liegt im Norden des Landes und bildet die südliche Grenze des Etosha-Nationalparks. Mit dem Flugzeug sind es 1,5 Stunden von der Hauptstadt Windhoek, mit dem Auto wären es 4,5 Stunden. Ongava ist aus der Initiative einiger gleichgesinnter Familien heraus entstanden, die sich im Jahr 1991 zusammentaten und damit begannen, ein paar unprofitable Rinderfarmen in ein großes Naturreservat umzuwandeln. Heute steht Ongava – das Wort steht in der Herero-Sprache für „Nashorn“ – für verantwortungsvollen, sanften Öko-Tourismus, die Lodges vor Ort werden nach dem Prinzip „Nature First“ betrieben, ja sogar eine eigene Forschungsstation gibt es: Das Ongava Research Centre studiert das Verhalten der Breit- und Spitzhornnashörner. Die Tiere, die nur noch an wenigen Orten der Erde in freier Wildbahn leben, haben hier wieder eine Zukunft. Man hat es geschafft, ihre Population von nur sechs Tieren im Jahr 1995 auf aktuell 30 anwachsen zu lassen. Grundsätzlich widmet sich das Centre dem Schutz der hier ansässigen seltenen und bedrohten Arten, die hier keine Wilderer zu fürchten haben. Und so tummeln sich an den Wasserlöchern unbehelligt Löwen, Rhinozerosse, Zebras, Giraffen, Warzenschweine und Antilopen. Und das ist nur ein kleiner Auszug: Insgesamt sind etwa hundert Säugetierarten anzutreffen, darunter Gnus, Wasserböcke, Elefanten und Leoparden, und rund 340 Vogelarten, wie Strauße, Riesentrappen, Hartlaubfrankoline und Rüppell-Papageien. 

Die ganze Story gibt`s im Magazin zu lesen!


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