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Wanderlust – eine Historie

Historisch wird das Wandern einerseits auf die religiös begründeten Pilgerreisen des Mittelalters zurückgeführt, andererseits sind zu dieser Zeit ebenso Händler und Kaufleute, die aus wirtschaftlichen Gründen darauf angewiesen waren, zu Fuß gepilgert bzw. gewandert.

Große Schritte für Körper, Geist und Seele – Wandern wirkt Wunder! Was zunächst eine notwendige Fortbewegungsart und später dann als angestaubte Betätigung für Senioren verschrien war, ist heute eine der weltweit populärsten Aktivitäten im Urlaub und in der Freizeit! 

Historisch wird das Wandern einerseits auf die religiös begründeten Pilgerreisen des Mittelalters zurückgeführt, andererseits sind zu dieser Zeit ebenso Händler und Kaufleute, die aus wirtschaftlichen Gründen darauf angewiesen waren, zu Fuß gepilgert bzw. gewandert. Auch politische Gründe – wie Verfolgung oder Kriege – spielten hier eine essenzielle Rolle. Das Wandern war also kein entspannter Müßiggang wie heutzutage, sondern ein pragmatisches Mittel zum Zweck – denn Kutsche oder Pferd konnten sich nur wenige Menschen leisten. Speziell für die oberen sozialen Schichten gesellten sich nach und nach noch weitere Faktoren hinzu, die den Menschen in die Ferne wandern ließen: An vorderster Stelle standen hier die Bildung und das kulturelle Interesse an anderen Orten! Auch die einst als bedrohlich wahrgenommenen Bergmassive wurden zur Zeit der Aufklärung im 17./18. Jahrhundert als ideale Möglichkeit zum naturnahen Freizeiterlebnis gesehen – dies war nicht zuletzt den Literaten und Künstlern dieser Zeit geschuldet, die durch ihre positive Darstellung der Alpen in Bildern und Gedichten die Abenteurerlust des Volkes immer weiter weckten: So kam es dann im „Goldenen Zeitalter des Alpinismus“ in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu den ersten Wanderungen und Bergbesteigungen. Diese Unternehmungen in die bergige Natur entwickelten sich im Laufe des Jahrhunderts dann zu einem Teil des Massentourismus, der unter anderem aus den Ausflügen des gehobenen Bürgertums auf das Land oder in die Berge – der sogenannten „Sommerfrische“ – resultierte. Die Erstbesteigung des Matterhorns 1865 wird schließlich als das Ende dieser historisch prägenden Phase des Alpinismus angesehen.

Im Zuge der Popularisierung des Wanderns in der breiten Gesellschaft bildeten sich allerorts zunehmend Wandervereine, die es sich sowohl zur Aufgabe machten, die Natur zu schützen als auch mit dem Ausbau von Wanderrouten gleichzeitig die Möglichkeit zur Erschließung derselben bereitstellten. Die immer häufiger werdenden Wanderrouten wurden professionell vermarktet, und das Wandern wurde zum beliebten und auch zeitlosen Freizeitsport, der sich heutzutage in verschiedenen Trends ausdrückt und eine ebenso breite wie diverse Zielgruppe anspricht. Denn während dem Wandern in den letzten Jahrzehnten gerne das verstaubte Image vom Senior, der seinen Schuh schnürt und sich auf die Tour durch den Wald begibt, angehängt wurde, gehört dieses zwar immer noch zur Wanderkultur, mit den Jahren hat sich die „Wanderlust“ allerdings zum altersübergreifenden Lifestyle-Trend entwickelt: So sind etwa laut dem Deutschen Wanderinstitut über zehn Millionen der insgesamt 37 Millionen deutschen Wanderer zwischen 14 und 39 Jahre alt – Tendenz immer weiter steigend!

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