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Die Stadt mit der grünen Seele

Wusstet ihr, dass Bratislava nach dem isländischen Reykjavik und dem neuseeländischen Auckland die drittgrünste Stadt für Touristen ist? Diese Platzierung verdankt die Stadt ihren Parks, von denen sich viele direkt im Stadtzentrum befinden, der Lage an der Donau sowie am Ursprung der Wälder des Karpatenbogens.

Aus der pulsierenden Großstadt direkt in die idyllische Natur – das ist in Bratislava nur ein kleiner Schritt. Man kann im Zentrum in einen Stadtbus oder ins Auto einsteigen und innerhalb weniger Minuten kommt man im Waldpark am Fuße der Kleinen Karpaten an. Touristen, Läufer, Familien mit Kindern, Picknickfreunde – in dieser grünen Oase findet jeder wahre Entspannung. Man kann sich entweder nur am Teich hinsetzen und die Natur ruhig beobachten oder mit der Seilbahn die Erholungsgebiete Kamzík und Železná studnička (Eisenbrünnl) erkunden.

Wer Sport bevorzugt, wird sich über das weitläufige Netzwerk an Radwegen sicherlich freuen: Entlang der Donau, ihrer vielen Arme und der March findet man in der Auenlandschaft vorwiegend leichtes Gelände. Aber auch Adrenalinjunkies kommen auf ihre Kosten: Neben anspruchsvolleren Radwegen im Waldpark gibt es an der Bergstation der Seilbahn zum Kamzík bis zu vier Trails mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Zudem bietet Bratislava auch noch eine ganz außergewöhnlichere Erfahrung: eine romantische Nacht im Waldpark, in einem der beiden in den Baumkronen errichteten Häuser. Als Erholungssuchender wird man hier quasi zum festen Bestandteil des Lebens des Baumes: ohne Wecker, nur das frühe Vogelgezwitscher und das Rauschen der Blätter. „Ich werde irgendwann in dieses Märchen zurückkehren“, trug einer der Besucher in die Hauschronik ein. Und noch etwas trägt zur vollkommenen Entspannung bei: „Die Atmosphäre ist wunderbar und absolut ideal, wenn man abschalten möchte, auch weil hier der Handyempfang eher schlecht ist. Es genügt, wenn Sie sich auf die Terrasse setzen.“, verrät uns Martina Kohárová von der städtisch subventionierten Organisation Mestské lesy (Stadtwälder), die beide Häuser betreibt.

Bratislava und seine Umgebung gehören dank der vielfältigen Landschaft zu den interessantesten Vogelbeobachtungsstätten in der Slowakei. Am Eisenbrünnl können Hobby-Ornithologen den äußerst seltenen Zwergschnäpper zu sehen bekommen. Den auffallend bunten Bienenfresser – liebevoll als „slowakischer Papagei“ bezeichnet – kann man auf dem Berg Devínska Kobyla nahe der March erblicken, und das Hrušover Donaustaubecken in der Nähe des Bratislavaer Stadtteils Čunovo ist der idelae Ort, um überwinternde Vögel zu beobachten.


Die Kleine Donau und ihre Umgebung bieten ebenfalls wahre Naturromantik: „Bäume, die bis zur Wasseroberfläche überhängen, wunderschöne Buchten und erstaunliche Ruhe“, resümiert Ladislav Krechnyák von einem Familienunternehmen für Paddelsport und Wasserwandern im Großraum Bratislava. Und apropos Wasser: Egal, ob man Anfänger oder ein erfahrener Wassersportler ist, die Kleine Donau ist für alle geeignet. Sehr beliebt sind vor allem Halb- und Ganztagesrouten, etwa vom Bratislavaer Stadtteil Vrakuňa nach Tomášov. Zur Einstiegsstelle am Bootslager gelangen Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und der Rücktransport in die Hauptstadt wird vom Vermieter organisiert.

Für alle, die mehr Zeit haben, führt eine andere beliebte Route von Hurbanova Ves nach Jelka. Man befährt hier nicht nur den schönsten Teil der Kleinen Donau, sondern kann man dann in Jelka auch eine der vier erhaltenen historischen Holzmühlen am Fluss besuchen.

Bereits das Bratislava der Monarchie hat viel Wert auf die städtischen Grünflächen gelegt. Zum Glück muss man heute nicht mehr von adliger Herkunft sein, um den barocken Garten an der Bratislavaer Burg betreten zu dürfen. Der Garten wurde erst kürzlich nach den Plänen aus der Zeit von Maria Theresia erneuert. Gegen Ende ihrer Herrschaft wurde zudem der älteste öffentliche Park in Mitteleuropa gegründet – heute heißt er Sad Janka Kráľa (Janko-Kráľ-Grünanlage) und liegt auf dem rechten Donauufer. Man kann durch die Grünanlage auf asphaltierten Gehwegen bummeln, mächtige 200-jährige Platanen bewundern oder die Statue des eigenen Sternzeichens finden. Und noch ein kleiner Tipp für die Instagrammer: ein Foto von der Spitze des gotischen Turms der Franziskanerkirche ist ein sehr lohnendes Motiv. Dieses Turmoberteil wurde in den Park versetzt, nachdem Bratislava im Jahr 1897 von einem Erdbeben erschüttert worden war.

Nach einer derart angenehmen Downtime kann man sich dann auch gleich direkt im Park, etwa im Restaurant Leberfinger, mit Gerichten der guten alten Pressburger Küche verwöhnen lassen oder von einem fest verankerten Schiff, das zum Restaurant Dunajský pivovar (Donaubrauerei) umgebaut wurde, den Ausblick auf die Szenerie der Hauptstadt genießen. Wer die Bratislava CARD City & Region besitzt, erhält in den beiden Restaurants sogar noch einen Rabatt in Höhe von 10% – so lässt es sich leben!

www.visitbratislava.com

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