LITCHFIELD NATIONAL PARK BERRY SPRINGS
LITCHFIELD NATIONAL PARK BERRY SPRINGS

Auf Crocodile Dundees Spuren– Outback-Abenteuer in Australiens Norden

Tropische Wasserfälle, endlose rote Weite und flirrende Sonne machen das Nordterritorium Australiens zu einem einzigartigen Naturerlebnis

Bald ist es soweit und die Reisebeschränkungen zum Fünften Kontinent werden fallen. Die Sehnsucht nach Abenteuer und endloser Freiheit steigt und die Erinnerungen an Filme wecken den Wunsch nach einer Reise ans Ende der Welt. Wer kennt ihn nicht, den sonnengebräunten, stets fröhlichen und uns „zivilisierte“ Menschen schockierenden Nick Dundee aus der Wildnis Australiens der späten 80er-Jahre. Oder Hugh Jackman und Nicole Kidman im Epos „Australia“. Filme gingen um die Welt und führten Millionen Menschen ein Land vor Augen, das in seiner wilden Schönheit seinesgleichen sucht.

Ein Land für Individualisten

Der Urlaub hier bietet Außergewöhnliches. Das Outback ist nichts für Menschen, die Distanzen hassen und am liebsten rund um die Uhr betreut werden. Es ist das Land der Individualisten, für Mutige, die sich auch durch gelegentliche Buschfeuer nicht abschrecken lassen. Dafür wird man mit Naturphänomenen ungewöhnlicher Art entlohnt. Hinzu kommt jenes seltene Gefühl der Freiheit und Ungebundenheit, das die Menschen hier geprägt hat. Es gibt sie wirklich die größeren oder kleineren Crocodile Dundees, die ihr sonnenverbranntes Land um kein Geld der Welt mit einem anderen tauschen würden. Zur Einstimmung trifft man diese am leichtesten in den Bars der viktorianisch angehauchten Hotels von Darwin, das irgendwie mehr einer großen Outbackstation denn einer Hauptstadt gleicht. Dann sollte man auch schon hinaus in das weite Outback. Am besten aufgrund der schlechten Straßen mit einem Wagen mit Vierradantrieb. Aber keine Angst, auch mit einem Campervan oder den zahlreichen Bussen ist das Outback-Abenteuer möglich. Der Kakadu Nationalpark liegt Darwin relativ nahe und ist bereits eine der eindrucksvollsten Wildnis-Regionen Australiens. Er entspricht mit 19.000 Quadratkilometern etwa der Größe Niederösterreichs und ist offiziell als Welterbe in der „World Heritage List“ aufgeführt. Der Kakadu bietet bereits alle Höhepunkte, die man vom australischen Outback erwartet. Endlose, roterdige Weite mit meterhohen Termitenhügeln, bizarre Felslandschaften mit Malereien der Ureinwohner und andererseits riesige Flusslandschaften mit reizvollen Wasserfällen zum Schwimmen. Unzählige Tierarten tummeln sich in den Feuchtgebieten und Steppen.

Foto: Tourism Australia

Die Krokodile sind echt

 Darunter auch das Salzwasserkrokodil, vor dem man sich schon in Acht nehmen sollte. Bis zu zehn Meter werden die Reptilienriesen lang und sie können für Menschen sehr gefährlich werden. Aber –No Worries-, die australischen Naturwächter kennen die unsicheren Plätze und haben sie durch Hinweistafeln deutlich gekennzeichnet. Völlig ungefährdet können diese und tausende andere Tiere auf einer der Cruises am Yellow River bewundert werden. Mehrmals täglich gleiten die sicheren Boote an Vögeln und Krokodilen vorbei und bieten einen Traumeinblick in die Natur Australiens. Entlang des „Kakadu Highways“ finden sich weitere schöne Seitentrips, wie die Routen zu den Wasserfällen der Twin Falls, Jim Jim Falls und den Nourlangierock mit seinen Aboriginalfelsmalereien. Viele dieser Strecken sind nur mit Allradautos oder einer entsprechend gebuchten Tour möglich. Bequemere probieren einen Rundflug mit einem der zahlreichen Flug – und Ballonunternehmen. Achtgeben muss man als Autofahrer auf die vielen „Floodways“, welche bei Regen das Wasser ableiten sollen. Das gilt besonders für Flussläufe in denen sich Krokodile tummeln. Es kann schon vorkommen, dass man plötzlich vor einer überfluteten Straße steht und mit dem Wagen irgendwie durch muss um die Reise fortzusetzen. Dann heißt es Tiefe prüfen und schon geht es weiter.

Genussvoll plantschen im Wasserfall

Nach all dem Staub und der Hitze haben wir uns etwas Besonderes im Kakadu Nationalpark aufgehoben, den für uns schönsten Drehort aus „Crocodile Dundee“. „Waterfall Creek“ ist der verheißungsvolle Name dieses paradiesischen Wasserfalls, der nur über eine raue Buschstraße erreichbar ist. Dafür ist der Anblick des herabfließenden Wassers, des kristallklaren Plundgepools direkt darunter und das mit Pandanusbäumen bestandene Sandufer einfach atemberaubend. In tiefstem Grün schillert das feuchte Nass und vergessen sind all der Staub und die Strapazen der Vortage. Schwimmen ist dank fehlender Krokodile gerade gefahrlos und wer gerne länger bleiben möchte, kann auf dem einfachen, aber sauberen Campingplatz der Nationalparkbehörde direkt vor Ort übernachten. Zurück am Stuart Highway wird die Landschaft dann zunehmend rauer. Immer röter die Erde, immer trockener die Vegetation. Und so treten plötzlich Buschfeuer auf. Sie sind ein völlig normaler Bestandteil des Lebens im Outback. Daher wird von Seiten des Menschen möglichst nicht eingegriffen. Lediglich bei Bedrohung von Städten oder Farmen rückt die Feuerwehr mit Flugzeugen und Hubschraubern aus. In dieser rauen Umgebung ist Litchfield der jüngste Nationalpark des Nordterritoriums. Sein Name steht für 146.000 Hektar Landschaftsvielfalt mit traumhaften Wasserfällen, dichten Buschwald und schier unüberschaubaren Flächen mit riesigen Termitenhügeln. Mataranka ist die letzte große Station bevor der Stuart Highway in einer wüstenähnlichen Ebene am Horizont verschwindet. Spätestens hier sollte man den Tank und, für alle Fälle, die Reservekanister an der einsamen Tankstelle auffüllen. Ayers Rock am südlichsten Ende des Stuart Highways ist zugleich das Ende einer Reise durch das Nordterritorium. Der größte Monolith der Welt hatte vor Corona wahre Menschenmassen zu verkraften. Mitten im Uluru Nationalpark gelegen, ist er für die Aborigines eine heilige Stätte und damit besonders geschützt. Der Aufstieg zum Gipfel sollte schon sehr früh am Morgen erfolgen, denn die Hitze kann im Laufe des Tages gefährlich werden. Und wem nach so viel Trockenheit der Sinn nach üppigem Grün steht – kein Problem. Nach nur vier Flugstunden bietet das Great Barrier Reef in Queensland eine ganz andere Seite Australiens mit üppiger tropischer Pflanzenpracht und Badevergnügen im Überfluss. Aber das ist eine andere Geschichte.

Foto: Tourism Australia

Infokasten:

 Tipps für den Outback-Urlaub:

Wo schlafen

 Aurora Kakadu Hotel. Zwei Kilometer von den Feuchtgebieten des Nationalparks gelegenes Resort mit vielen freilebenden Tieren, Pool und Wellnessbereich.

www.auroraresorts.com.au

Cooinda Lodge Kakadu. Im Herzen des Nationalparks gelegene Luxuslodge mit Pools, Restaurants und eigener Landebasis für Flugzeuge. Die erste Adresse der Region. www.kakadutourism.com

Camping

Im gesamten Nationalpark gibt es viele kommerzielle Campingplätze wie auch solche, die unter Verwaltung der Parkbehörde stehen. Letztere sind gepflegt, aber relativ einfach ausgestattet, liegen dafür an den schönsten Naturplätzen wie etwa dem Waterfall Creek (Gunlom Fall).

Reisevorbereitung:

 Planung: Wer keine Pauschalreise bucht, muss vorab für den Besuch im Kakadu Nationalpark einen Eintrittspass kaufen. Erhältlich ua. bei den Touristinfos in Darwin oder einfacher online je nach Saison ab ca. 25 AUD$ unter www.parksaustralia.gov.au/kakadu

Empfehlenswert ist der Besuch des Bowali Visitor Centre nahe der Stadt Jabiru zu Beginn der Tour. Hier gibt es jede Menge Infos über Sehenswürdigkeiten, Straßenkonditionen, aktuelle Gefahren und Ausflüge. Außerdem kann man hier gleich geführte Wanderungen mit Rangern reservieren

Wasserfälle: Im Kakadu befinden sich einige der schönsten Wasserfälle Australiens. Nichts ist schöner als nach einer staubigen Autofahrt durch das Outback plötzlich vor einem tosenden Wasserfall zu stehen und im glasklaren warmen Wasser zu schwimmen. Die Jim Jim Falls, Twin Falls und nicht zuletzt Waterfall Creek (Gunlom Falls) –Drehort von Crocodile Dundee- erreicht man gut über Straßen oder Pisten. Vorab die Gefahrenlage wegen Krokodilen bei den Rangern erfragen!

Informationen:

www.parksaustralia.gov.au/kakadu. Auf dieser Website sind alle notwendigen Infos für den Besuch im Nationalpark zu finden. Viele Tipps und Bilder zum Planen

Eine gute Übersicht über dieses Reiseziel bietet https://northernterritory.com/de/de

Lesen Sie die gesamte Story auf READLYYUMPU News oder im PARADISE Magazin – Viel Vergnügen!

Coverfoto: Tourism Australia

 

 

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