The warm sunset light shines on the empty streets of the world heritage city centre in the Cuban city of Camaguey, a unique Latin American city in the Caribbean - Camaguey, CUBA in January 2016
The warm sunset light shines on the empty streets of the world heritage city centre in the Cuban city of Camaguey, a unique Latin American city in the Caribbean - Camaguey, CUBA in January 2016

Kuba – Urlaubsparadies mit Eigenwillen

Heiß umkämpft, stets begehrt und von der wechselvollen Geschichte gekennzeichnet, ist Kuba heute vor allem eines: Das wohl unversehrteste Urlaubsziel der Karibik

Christoph Kolumbus nannte es „das schönste Land, das menschliche Augen je erblickten“, amerikanische Millionäre, Hemingway und Mafiosi machten es vor 70 Jahren zu ihrem Lieblingsdomizil und Fidel Castro war es sogar eine Revolution wert. Kein anderes Land der Region musste solch krasse gesellschaftliche Wandel in seiner Geschichte über sich ergehen lassen. Auf die feudale Kolonialzeit der Spanier folgte bald die tiefe Abhängigkeit von den USA und ab 1959 die welterschütternde Revolution Fidel Castros zur sozialistischen Volksrepublik. Jede dieser Epochen hat ihre Spuren im heutigen Kuba hinterlassen. Den Ruf als feuriges Urlaubsziel mit viel Exotik verdankt die Zuckerinsel bis in die Gegenwart der Zeit von den Dreißigern bis zu den fünfziger Jahren, als amerikanische Millionäre und Unterhaltungsstars Kuba als heimliche Badewanne der USA entdeckten. Havanna war erfüllt vom explosiven Gemisch aus Glücksspiel, Partygetümmel und Glamour großer und kleiner Adabeis in den Prachthotels und Bars. Soziale Spannungen und Unruhen waren an der Tagesordnung und führten Castro schließlich zum Sieg über den Kapitalismus. In den letzten Jahren wurden mit ausländischer Hilfe modernste Hotels gebaut, in die touristische Infrastruktur investiert und dabei Umweltschonung erste Priorität eingeräumt. Die Versorgung funktioniert und das bestätigen nicht nur die üppigen Buffets in den Hotels. Der Hauch der Marktwirtschaft hat Kuba erreicht und lässt bereits die ersten privaten Restaurants mit vorzüglicher Küche entstehen.

Foto: Kubanisches Fremdenverkehrsamt

Havanna – Geschichte, Flair und pralle Lebensfreude

Unpolitisch ist das spanische Erbe mit seinen imposanten Kolonialbauten, Prachtboulevards und vor allem dem überschäumenden Temperament. Besonders in der Hauptstadt Havanna haben die Entdecker Kubas ihre Spuren hinterlassen. Die malerische Altstadt der für viele schönsten Metropole der Neuen Welt strotzt nur so von alten Kathedralen, wuchtigen Plätzen und kunstvoll verzierten Häuserfassaden. Der Malecon, Havannas kilometerlange Uferstraße, ist täglich erfüllt vom prallen Lebensgefühl der Kubaner. Armut hin, Überlebenskampf her, wer Zeit hat, pilgert mit seiner Liebsten oder der Familie wie in früheren Tagen über die wellengepeitschte Flanierstraße. Vorbei am historischen Hotel Nacional in dem schon Al Capone seine Dollars verspielte, zeigt der Malecon einen Streifzug durch die kubanische Gesellschaft. Junge Liebespaare, Cliquen und so mancher Schwarzhändler erfüllen die Promenade bis spät in die Nacht mit Leben. Mit Hilfe von alten Radios, Unmengen Rums und karibischem Temperament wird der Malecon oft zur Open Air Bühne. Bei heißen Salsa- und Mamboklängen sind die Alltagssorgen schnell vergessen. Überhaupt ist die temperamentvolle Musik ein typisches Markenzeichen der Stadt. Ein Abend in Havanna ist ein einziges Feuerwerk energiegeladener Musikklänge. Heiße Rhythmen wie Salsa, Cha Cha oder Rumba dominieren die Bars, Diskotheken und Revuen der Stadt. Weltruhm hat dabei die Show im Cabaret Tropicana unter freiem Himmel erlangt.

Feinste Zigarren, prachtvolle Strände und High Life

Doch Kuba ist viel zu interessant, dass wir uns nur mit dem Besuch Havannas begnügen könnten. Schließlich beginnt östlich und westlich der Hauptstadt eine Landschaftsvielfalt, von der andere Karibikinseln nur träumen können. So etwa das Tabakzentrum Pinar del Rio, das uns beim ersten Anblick fasziniert. Hier wächst im angenehmen Tropenklima der edle Grundstoff für die weltberühmte und bis zur Revolution vom Namen Davidoff geprägten Zigarrenindustrie. Liebhaber des blauen Dunstes können in den Fabriken und Zigarrengeschäften aus einer Vielfalt von Angeboten wählen. Wer Havanna Richtung Osten verlässt, stößt auch bald auf die ersten Traumstrände am Atlantik. Ein wahrer Urlaubsdauerbrenner ist Varadero seit mittlerweile über 60 Jahren geblieben. Die 20 Kilometer lange Halbinsel schiebt sich wie ein Keil in den Atlantik und ist von feinsandigen Traumstränden und glasklarem Wasser umgeben. Varadero ist Kubas Herzeigebadeort mit unzähligen Hotels, Restaurants und Vergnügungslokalen.

Östlich von Varadero beginnt schließlich mit der Provinz Camagüey ein ganz anderes Kuba. Es ist das stille und traditionelle Land der Campesinos, der kubanischen Cowboys. Viehherden, Zuckerrohrplantagen und stattliche Palmen verleihen der trockenen Sierra eine wahre Wildwestromantik. Die Sonnenuntergänge tauchen die Landschaft allabendlich in glühendes Rot. Entlang der Küste kommen Ruhesuchende wie Sporturlauber gleichermaßen voll auf ihre Rechnung. Erst in den letzten Jahren für den Tourismus erschlossen, zeigt sich die Karibik im Osten der Insel von ihrer unverdorbenen Seite. Mit Glück kann man vor der Küste Delphine oder in der nahen Lagune De Leche rosafarbene Flamingos sehen. Sonnenanbetern seien auch die schneeweißen Traumstrände von Guardalavaca bei Holguin empfohlen. Die wenigen Hotelanlagen wurden allesamt in jüngster Vergangenheit mit westlicher Beteiligung errichtet und gehören daher zu den modernsten und komfortabelsten der Insel.

Foto: Kubanisches Fremdenverkehrsamt

Der feurigste Karneval der Karibik

Dass die Spanier viel vom Reichtum des fruchtbaren Boden Kubas profitierten, zeigen auch die kolonialen Architekturschätze in Santiago de Cuba. Die zweitgrößte Stadt des Landes im äußersten Osten der Insel ist für Kubabesucher mit ihren Bauwerken ein absolutes Muss. Nahezu jede Gasse Santiagos strömt Geschichte aus. Einmal ist es ein Prachtpalast, dann die reichverzierte Kirche um´s Eck und schließlich ein protziges Wohnhaus mit den typischen Fassadenverzierungen der Spanier. Dem kurzen Zwischenspiel der englischen Eroberung Kubas ist es zu verdanken, dass Santiago heute über die größten Zuckerrohrplantagen und besten Rumfabriken im Ostteil der Insel verfügt. Rum, Musik und das besondere Temperament der hauptsächlich schwarzen Bevölkerung sind auch die besten Voraussetzungen für die besonders lebendige karibische Stimmung in der Stadt. Und diese entlädt sich in normalen Jahren am eindrucksvollsten zum Karneval. Dann ziehen farbenprächtige Folkloregruppen angetrieben von feurigen Salsaklängen und traditioneller afrikanischer Musik durch die Straßen und machen selbst dem Karneval von Rio de Janeiro an Stimmung Konkurrenz.

Pauschalangebote:

Kuba wird unter anderem von TUI, FTI Touristik oder Jahn Reisen angeboten. Buchungen in allen Reisebüros.

Weitere Infos unter www.cubainfo.de

Lesen Sie die gesamte Story auf READLYYUMPU News oder im PARADISE Magazin – Viel Vergnügen!

Coverfoto: Kubanisches Fremdenverkehrsamt