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Lanzarote und Fuerteventura – Exotik leicht erreichbar

Geheimnisvolle Vulkane, blendend weiße Dörfer inmitten schwarzer Lavahügel und die wohl schönsten Sandstrände Europas warten

 

Schwimmende Gärten im Atlantik werden die Kanarischen Inseln oft genannt. Wer beim Landeanflug auf Lanzarote aus dem Fenster blickt, sollte sich zumindest fürs erste von dieser Vorstellung verabschieden und derartige Schmeicheleien Teneriffa und Gran Canaria überlassen. Kahle, wüstenähnliche Felder breiten sich vor dunklen Vulkanen aus, vereinzelt streckt sich trotzig eine Dattelpalme gegen den ewig blauen Himmel. Doch niemand sollte sich von diesem ersten Blick täuschen lassen. Lanzarote und Fuerteventura kennen auch andere Ansichten. Jene von blühenden Oasen in den Tälern etwa, oder die der weißen Dörfer mit ihren grünen Weingärten vor dem Hintergrund schwarzer erkalteter Lava.

Die Feuerberge von Timanfaya – Urkraft der Erde hautnah spüren

Lanzarote ist die wildeste der Kanarischen Inseln. Schuld daran hat der Vulkanismus. Die Urkraft der Erde formte diese nur 90 Kilometer vor der Küste Afrikas gelegene Insel zu einer eigenwilligen, oft mondähnlich anmutenden bizarren Gestalt. Nur knapp 150 Jahre erst ist es her, dass Feuer, Asche und glühende Magma zum letzten Mal weite Teile Lanzarotes verwüsteten. Kern der vulkanischen Tätigkeit ist die Region um Timanfaya. Rund um den 510 Meter hohen Berg erstrecken sich auf 20 Kilometern Länge mehrere gigantische Vulkankrater, in denen bis heute geologische Aktivität gemessen wird. Nur wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche herrschen Temperaturen zwischen 100 und 400 Grad. Am Islate de Hilario werden Speisen innerhalb weniger Minuten über einem Erdloch gegrillt. Zweige, die in die Erde gehalten werden, fangen sofort Feuer und eingeleitetes Wasser schießt Sekunden später als Dampf empor. Die gesamte Region wurde 1974 zum Nationalpark erklärt und ist daher streng geschützt.

Die starken Farbkontraste Lanzarotes – weiße Dörfer auf schwarzer Lava

Lanzarotes Schönheit rührt vor allem von kräftigen Farbkontrasten. Besonders deutlich werden diese bei einer Tour durch die kleinen Städte und Dörfer im Inselinneren. Die ordnungs- und Ästhetik liebenden Bewohner haben ihren Lebensraum zu einzigartigen Farboasen in einer unwirtlichen Umgebung gestaltet. Uga, ganz im Süden Lanzarotes, ist etwa so ein stimmungsvoller Ort. Nach den verheerenden Vulkanausbrüchen wurde das jetzige Dorf 10 Meter über dem ursprünglichen neu aufgebaut. Blendend weiß gekalkte Häuser mit bunten Blumen in den Vorgärten erzeugen gemeinsam mit den typischen Dattelpalmen als Schattenspender einen außergewöhnlichen Farbkontrast zur fast schwarzen Erde der Umgebung. Die alte Hauptstadt Teguise verströmt mit ihrer weißen Kirche, dem alten Palacio de Espianola aus dem 17. Jahrhundert und den kanarischen Herrenhäusern mit den typischen Holzbalkonen die Größe vergangener Tage. Eine Besonderheit ist der sonntagvormittags abgehaltene Flohmarkt. Auch wer nichts kauft, wird die Atmosphäre des bunten Treibens genießen.

Cesar Manrique – Retter der wilden Schönheit Lanzarotes

Foto: Turismo Lanzarote

Wer durch Lanzarote fährt, wird sich wahrscheinlich über die im touristischen Spanien außergewöhnliche Harmonie von Natur und menschlicher Zivilisation wundern. Nirgends zerstören marktschreierische Werbeplakate, Hotel-Hochhäuser oder Betonklötze die Landschaft. Diese Tatsache ist vor allem einem Mann zu verdanken: Cesar Manrique. Der 1992 bei einem Verkehrsunfall verstorbene Künstler bemühte sich sein ganzes Leben lang um die Erhaltung einer intakten Landschaft und harmonischen Entwicklung des Tourismus auf Lanzarote. Er machte die Bevölkerung und Regierung zur umweltbewußtesten der Kanarischen Inseln und half auch aktiv bei der Erarbeitung von Raumkonzepten und der Gestaltung von Touristenattraktionen mit. Seine Kunstwerke sind allgegenwärtig auf Lanzarote und in jedem Fall einen Besuch wert. Neben dem Restaurant im Nationalpark Timanfaya gehen auch der Kakteenpark Jardin de Cactus mit 10.000 Kakteen und die originalgetreue Nachbildung des lanzarotischen Bauerndorfes Monumente al Campesino auf ihn zurück. Absolute Höhepunkte sind der Mirador del Rio, ein aus Lava geschaffener Aussichtspunkt mit einem atemberaubenden Panoramablick auf Lanzarote und schließlich Jameos del Agua. In eine gigantische Lavahöhle mit einem natürlichen See hat Manrique ohne Störung der Natur Stufen, Sitze, ein Restaurant und sogar einen Konzertsaal gebaut.

Fuerteventura – Sandstrände soweit das Auge reicht

Karg und asketisch könnte eine typische Beschreibung von Lanzarotes Nachbarinsel Fuerteventura lauten. Nur knapp 40 Minuten brauchen die stündlich verkehrenden Fährschiffe um von Playa Blanca die älteste der Kanarischen Inseln zu erreichen. Der Vulkanismus gehört hier schon viele Tausend Jahre der Vergangenheit an. Wind und Erosion haben an der Insel genagt und ein auf den ersten Blick karges und ausgetrocknetes Land hinterlassen. Und so wäre Fuerteventura wohl das Schlusslicht des Tourismus auf den Kanaren geblieben, hätte es nicht etwas, das in dieser Fülle sonst keine andere Insel bieten kann: feine Sandstrände im Überfluss. Strandfreaks, die es perfekt wollen – etwa puderfeiner, weißer Sand, glasklares türkises Meer und das kilometerlang – sind hier bestens aufgehoben. Der nahen Sahara ist es zu verdanken, dass die beständigen Winde nicht nur Wärme, sondern auch Dünensand mitbrachten und vor allem an der Ostküste in einmaliger Schönheit anhäuften. In Corralejo zieht sich ein feiner Dünenstrand über 12 Kilometer die Küste entlang. Nur im Norden gibt es einige wenige Hotels, der Rest ist als Naturschutzgebiet völlig unberührt. Noch länger ist der sich auf 22 Kilometer erstreckende Sandstrand der Halbinsel Jandia. Der schönste Teil dieses gigantischen Sandbandes, die Playa de Sotavento, hält zudem eine intakte Lagune mit türkis schimmernden Wasser bereit. Neben Schwimmern zieht es vor allem eingefleischte Surffanatiker an diesen Landstrich. Die Clubs und Hotels haben sich darauf eingestellt und verleihen Ausrüstung und veranstalten Kurse.

Top-Tipps für Lanzarote und Fuerteventura:

Top-Wohnen:

Hotel TUI BLUE Riu Calypso Resort & Spa/ Fuerteventura

Urlaub direkt am Meer, hier beginnt der traumhafte feinsandige Strand „Playa de Jandia“, der über einige Stufen zu erreichen ist. Einer der schönsten Strände Fuerteventuras. Das Hotel liegt terrassenförmig am Hang mit Ausblick auf den Atlantik. Das Zentrum von Jandia mit seinen Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten ist ca. 400 Meter, der Hafen von Morro Jable drei Kilometer entfernt. Adults-only Anlage ab 16 Jahre, ideal für Paare. Niveauvolles Unterhaltungsprogramm.

www.tui-blue.com und www.tui.at

Robinson Club Jandia Playa/ Fuerteventura

Der Klassiker unter den gehobenen Clubs erstrahlt nach einer umfangreichen Renovierung in neuem Glanz. Direkt am Traumstrand von Jandia in perfekter Lage ist der Club führend, wenn es um das Angebot an Sportarten geht. Außerdem bietet es eine variantenreiche Küche auch mit vegetarischer und Low Carb Kulinarik. Ein absoluter Highlight ist die Rooptop-Bar mit Chillout-Area und Infinitypool mit Prachtaussicht auf den Atlantik. Bewährt und weiter Top auf Fuerteventura!

www.robinson-austria.at

La Isla y El Mar Boutique Hotel/ Lanzarote

Unter den zeitgeistigen Hotels auf den Kanaren setzt dieses Hotel ausdrucksstarke Akzente. Hochwertiges Design und neueste Umwelttechnologien machen es zu einem Innovationstempel mit Meerblick. Ein lässiges Luxusflair wartet im Chillout-Bereich. Das luxuriöse Domizil aus Vulkanstein wurde auf einem Felsen als Oase der Ruhe erschaffen. Die erhöhte Lage ermöglicht weite Ausblicke auf das Meer. Fußläufig zu erreichen ist sowohl der Hafen wie auch der kleine Strand „Playa Chica“.

Foto: TUI

www.laislayelmar.com und buchbar bei www.airtours.at

Weitere Infos:

www.turismolanzarote.com

www.visitfuerteventura.es

www.hallokanarischeinseln.com

www.spain.info

Lesen Sie die gesamte Story auf READLYYUMPU News oder im PARADISE Magazin – Viel Vergnügen!