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Weintastisches Österreich – Mehr Genuss geht nicht

Vinophile haben es leicht. Zumindest in Österreich. Denn in keinem anderen Land finden Weinkenner und –liebhaber eine derart vielfältige Winzerlandschaft wie hierzulande

Unterm schattigen Kastanienbaum an einem heißen Sommertag beim Heurigen ein Glas würzig-frischen Veltliner genießen und danach durch verträumt romantische Kellergassen spazieren. Im Spitzenrestaurant oder mit guten Freunden den vollmundigen Roten zu österreichischen Spezialitäten erleben. Oder auch inmitten von Weingärten gleich ein paar Tage im Weinhotel bei perfekt abgestimmter Auswahl Gaumen und Seele entspannen. Weinkultur ist untrennbar mit Genusskultur in Österreich verbunden und in Sachen Qualität und Vielfalt Weltspitze. Rund 4.200 Winzerbetriebe erzeugen auf 46.500 Hektar Fläche alljährlich Top-Weine, die auch international Höchstprämierungen erzielen. Konsumenten können sich dabei auf beste Qualität verlassen, denn was ins Glas kommt, wird durch das österreichische Weingesetz streng geregelt.

 

Rebe ist nicht gleich Rebe

Gute Weine haben stets eine Gemeinsamkeit: Bester Boden, das richtige Klima und der professionelle Umgang mit den richtigen Reben gehören zu den Grundvoraussetzungen für die echte Qualität im Glas. Österreich hat all das im Übermaß zu bieten. Böden mit unterschiedlichsten Gefügeformen sowie der richtigen mineralogischen und chemischen Zusammensetzung schaffen den Nährboden für das prächtige Wachstum der Weinstöcke. Das jeweilige Mikroklima in den Weinanbaugebieten setzt die persönliche Note darauf und die Weinkundeausbildung in Österreich gehört zu den besten der Welt. Und während andernorts der Anbau fast schon industrielle Ausmaße annimmt, prägen hierzulande Vollblut-Weinbauern mit oft jahrhundertealter Tradition die Winzerlandschaft. Auf 46.500 Hektar Weinfläche findet sich daher eine schier endlose Vielfalt an Rebensorten. Deren Züchtung und die Wissenspflege wird nicht zuletzt von der Höheren Bundeslehranstalt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg als älteste Weinbauschule der Welt geprägt.

Foto: Armin Faber

26 weiße und 14 rote Rebsorten bilden traditionell die Basis für die gut sortierte Weinkarte. Dominant und typisch österreichisch ist dabei mit 31 Prozent der Grüne Veltliner. Danach folgen mit 7,2 Prozent der Welschriesling, mit 4,3 Rieslinge und dahinter Weißburgunder, Müller-Thurgau und Chardonnay. Zierfandler oder Sylvaner bilden das Schlusslicht bei den Weißen mit knapp 0,2 und 0,1 Hektar Anbaufläche. Somit werden in Österreichs Weingärten zu rund 67 Prozent Weißweine erzeugt. Die roten Sorten machen knapp 33 Prozent oder 15.300 Hektar der Anbaufläche aus. Darunter führend der Zweigelt mit einem Anteil von 13,8 Prozent gefolgt von Blaufränkisch, Blauem Portugieser und Blauburger. Fast exotisch findet sich der Cabernet Franc und der Rathay mit nur 0,2 und 0,1 Prozent eher selten im Weingarten.

Der gute Ruf und die Beliebtheit des Grünen Veltliners kommen nicht von ungefähr. Als autochthone – also ausschließlich heimische, regionale – Sorte ist sie hervorragend an die Boden- und Klimabedingungen angepasst und sehr ertragreich. Die Palette der Weine reicht vom leichten, säurebetonten Wein bis zum würzig, pfeffrigen Qualitätswein, der ideal zu deftigen Fleischspeisen aus der traditionellen österreichischen Küche passt. Der Welschriesling hat seinen Ursprung wahrscheinlich in Norditalien, fühlt sich aber schon lange wohl im heimischen Weingarten. Die Reben liefern Weine mit höherem Säuregehalt und fruchtigem Bukett und können sehr frisch sein. Andererseits sind sie als Prädikatsweine auch die führenden Süßweine mit feiner Honignote am Gaumen. Auch sie werden gerne zu Fleisch, aber auch Fisch getrunken. Obwohl ähnlich im Namen, ist er nicht mit dem Riesling verwandt, der seine Wurzeln im deutschen Rheinland hat und in Niederösterreich sehr beliebt ist. Er besticht durch seine mineralische Note und reift etwa in der Wachau zu absoluter Geschmacksgröße heran. Der Zweigelt ist schon seit vielen Jahrzehnten die beliebteste Rotweinsorte Österreichs und in nahezu allen Weinbauregionen in hoher Qualität zu finden. Als vollmundiger Wein mit kräftigem Tannin ist er der ideale Begleiter für die Martinigans oder den traditionellen Schweinsbraten am Sonntagstisch. Das Martinigansl freut sich auch über den Blaufränkisch, der nicht zufällig die herausragende Rotweinsorte im Süd- und Mittelburgenland oder am Leithaberg auf der Westseite des Neusiedlersees ist. Charakteristisch die kräftige Säure und das Bukett von Waldbeere bis Kirsche ist er auch eine gute Alternative zum Tafelspitz oder anderen gekochten Rindfleisch-Köstlichkeiten.

Foto: Herbert Lehmann

Da kommt er her, der gute Wein

So vielfältig die Rebenauswahl, so abwechslungsreich sind auch die Anbaugebiete und Weinlandschaften in Österreich. Mit Ausnahme einiger kleiner Weingebiete etwa in Vorarlberg, Kärnten oder Oberösterreich dominiert der Osten das Weingeschehen. Niederösterreich, das Burgenland und die Steiermark sind über weite Landstriche vom Weinanbau und traditioneller Winzerkultur geprägt. Bis in die Zeit der Kelten und Römer reicht die Geschichte der Weinkultur zurück und kann daher auf ein tief verwurzeltes Wissen zurückgreifen. Jede der Regionen weist ihre Besonderheiten bei Boden, Klima und Herstellung auf. Nicht zuletzt dadurch entsteht die große Vielfalt unterschiedlicher Weine bei Geschmack und Charakter. Von herb bis süß können Weinliebhaber aus einer unendlich scheinenden Geschmacksskala wählen.

Niederösterreich ist dabei das größte Wein-Bundesland. Mit 28.000 Hektar Rebfläche beherrscht der Anblick der Weingärten weite Landstriche und Lebensweise der Menschen. Jahrhunderte alte Kellergassen mit in den Boden gebauten Weinkellern, Heurigen und Spitzenrestaurants, wo neben den edlen Tropfen auch die passenden Schmankerl auf dem Tisch landen und auch von der Weinkultur geprägte Hotels schaffen eine reiche Auswahl zum Genießen der schönen Seiten des Lebens.

Allgemeine Informationen rund um das Thema Wein finden Interessierte auch auf den Seiten der Österreich Wein Marketing unter www.österreichwein.at

Foto: Anna Stoecher

Lesen Sie die gesamte Story auf READLYYUMPU News oder im PARADISE Magazin – Viel Vergnügen!

Coverfoto: Robert Herbst

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