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Zurück ins Wasser – Baden und Wellnessen in Zeiten von Corona

Seit dem Wochenende dürfen in Österreich Freibäder, Thermen und Hallenbäder wieder ihre Türen öffnen. Dabei gelten allerdings besondere Sicherheitsbestimmungen. Wie diese aussehen und ob ein Besuch im Schwimmbad trotzdem noch mit einem erhöhten Infektionsrisiko mit dem Coronavirus verbunden ist – ein Überblick.

Planschen mit Sicherheitsabstand

Das Gesundheitsministerium hat vorab eine Empfehlung an die Badebetriebe herausgegeben, wie diese für die Sicherheit ihrer Besucher sorgen sollen. Das A und O ist dabei der Sicherheitsabstand zwischen den Gästen. Deshalb gelten auch Obergrenzen für die Besucherzahl und die Zahl der Menschen, sich in den Becken aufhalten dürfen. Hallenbäder müssen mindestens zehn Quadratmeter Liegefläche, beziehungsweise sechs Quadratmeter Wasserfläche pro Besucher gewährleisten. Außerdem soll im Becken auf einen Sicherheitsabstand von ein bis zwei Metern zu anderen Badegästen geachtet werden. In Badeteichen rät das Ministerium sogar zu einem Abstand von drei bis vier Metern, also fünfundzwanzig Quadratmetern pro Besucher – da das Wasser hier nicht mit desinfizierendem Chlor versetzt ist und es keine Filteranlagen gibt. In Innenräumen gilt für die Badegäste außerdem Maskenpflicht. So sollen die Besucher etwa im Eingangsbereich, in den Umkleiden und den Sanitäranlagen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Tabus und Unsicherheiten

Da das Infektionsrisiko in der Sauna oder in Dampfbädern besonders hoch wäre, gelten hier noch strengere Richtlinien. Die Anlagen dürfen stets nur von Personen desselben Haushalts benützt werden. Dafür können Badegäste zum Beispiel einen Time-Slot buchen. Aufgüsse und Wedeln sind tabu und nach jeder Benützung müssen die Anlagen von den Betreibern gereinigt werden. Ausgenommen sind nur Saunen und Dampfbäder, die mehr als zehn Quadratmeter pro Besucher garantieren können. Und auch hier ermahnt das Ministerium, eine wirkungsvolle Lüftung zu gewährleisten. Wie groß die Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus beim Baden und Wellnessen über Wasser, Luft oder Oberflächen ist, ist laut dem Gesundheitsministerium nicht klar abschätzbar. Laut dem bisherigen Stand gehen die Behörden aber davon aus, dass das Risiko gering ausfällt. Die jetzigen Richtlinien gehen auf die „fehlende Erfahrung“ zurück, heißt es. Die Richtlinien sollen deshalb nach und nach angepasst werden. Baden könnte sich also schon bald wieder fast normal anfühlen.


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